Offene Gärten in Raesfeld

Gartentage-Rae62Raesfeld. Immer wenn Privatleute ihr Gärten für Außenstehende öffnen ist der Besucheransturm groß. Es ist vielleicht die Neugier der Menschen, ähnlich wie mancher gerne wissen möchte wie es wohl in der Wohnung von Familie XY aussieht. Beim Garten könnte man schon einmal einen Blick über den Gartenzaun erhaschen. Besser ist es jedoch sich mit den Besitzern zu unterhalten, nachzufragen wie, wo, was und warum sie das so und so gestaltet haben. Dabei ist es unwesentlich, wie groß das Grün ist. Ob ein Garten 300 Quadratmeter groß ist, oder 3000, er muss gestaltet und gepflegt werden. Wenn er dann irgendwann „wie gewachsen“ aussieht, stecken jahrelange hingebungsvolle Arbeit dahinter.

Zu den Gartentagen am Samstag und Sonntag in Raesfeld kamen wieder zahlreiche Besucher in die kleinen und großen Gärten der Raesfelder, die sich an dieser Aktion beteiligten. Christel und Richard Eißings Paradies ist nicht sehr groß und trotzdem entdecken die Gäste an allen Ecken und Enden Interessantes und Neues. An der Garagenwand hängen Pflanzsäcke, aus kleinen Öffnungen wachsen blühende Lieschen. „Das Ganze ist sehr pflegeleicht. Oben befindet sich eine mit Wasser gefüllte Plastikflasche, darüber versorgen sich die Blümchen selber mit Wasser“, erklärt Christel Eißling. Sie ist stolz auf ihren Garten. „Jedes Jahr kommt neues dazu und mit der Pflege hält sich das in Grenzen. Eine Stunde am Tag vielleicht gießen und aufräumen.“ Schnell kommt man mit ihr ins Gespräch und gerne verrät sie ihr Tipps und Tricks. Ob in diesem Jahr wieder 400 Leute ihren Garten besuchen weiß sie noch nicht: „Das hängt auch von Wetter ab.“ Für Richard Eißling steht fest: „Urlaub brauchen wir nicht, wir haben hier unser kleine Paradies. Der Garten ist unser Urlaubsort.“ Natürlich wissen sie auch wie andere Gärten ausschauen, aber darauf sind sie nicht neidisch. Brauchen sie auch nicht zu sein. Dem Rentnerehepaar ist klar: „Jeder gestaltet seinen Garten so, wie er ihm gefällt.“

Anders haben Heike Vedder und Metin Özcilingir ihre Fläche aufgeteilt. In einer Ecke gibt es einen Sandkasten, denn Lenny Özcilingir spielt da noch gerne drin. Für die Erwachsenen gibt es viele Sitzgelegenheiten. Unter dem Apfelbaum haben sie ihren Sohn im Blick, gefrühstückt wird auf der überdachten Terrasse vor der zwei Palmen stehen, nachmittags, wenn die Sonne herumwandert, sitzen sie seitlich am Haus. Und wenn sie mal für sich unbeobachtet sein wollen ist da ein Strandkorb. Von jedem Platz aus kann man andere Pflanzen beobachten oder dem kleinen Wasserfall zuhören. Jedem Besucher fällt sofort der grandiose „Gartenzaun“ auf, eine Mischung aus Eichenhölzern, Natursteinen und Bäumen.

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Thekentratsch bei Brömmel-Wilms – Erler Kleinkunstbühne

KKB-Erle(18)Erle. „Wir fünf Mädels sind total begeistert. Thekentratsch muss man erlebt haben. Die sind genial“, meint Christa Hildebrandt nach der gelungen Vorstellung der Comedy-Frauen am Samstagabend. Mit dieser Meinung steht sie nicht alleine dar. Rund 150 Besucher lachten Tränen über das witzige Programm des Duos auf der Erler Kleinkunstbühne.

Viele Erler Bürger hatten zum Bedauern von Michael Oestreich keine Karten mehr bekommen. „Die waren im Nu verkauft. Heute sind viele Besucher aus Dinslaken hier, vielleicht weil die Künstlerinnen von dort kommen“, meint der Veranstalter.

Auf der kleinen Bühne präsentieren die beiden Frauen von „Thekentratsch“ eine Mischung aus ihren beiden Programmen „Immer auf den letzten Drücker“ und „Schönheit hat immer 2 Gesichter“. Das Feuerwerk an Sticheleien gegen Männer im Allgemeinen und Besonderen kommt nicht nur bei den Besucherinnen sondern auch bei den Herren der Schöpfung gut an. Dabei vergisst das Comedy-Duo nicht die Frauen oder sich gegenseitig „durch den Kakao zu ziehen“. Erinnerungen an die „Missfits“ kommen hoch, denen sie in nichts nachstehen.

Im Unterschied zu denen polarisieren sie ihre Charaktere viel stärker. Da ist auf der einen Seite die „viel zu große“ – „Mein Gott bist du lang!“ – Kerstin Saddeler-Sierp. „Die ist so beige gekleidet, wenn die sich hier auf die Fresse legt, die findet keiner mehr wieder“, meint die Partnerin Heike Becker. Sie verkörpert die absolute „Kodderschnauze“, die auf jede Bemerkung wechseln kann, außer wenn es um ihren Fahrstil geht: „Blinke ich ganz brav und will rückwärts in die Parklücke, da kommt einer mit sonner riesigen Protzkarre und schnapp mir den Platz weg“ – „Heike, beruhig dich, war `ne Bushaltestelle.“

Von vielen kleinen und großen Missgeschicken erzählen die Beiden, aber auch von Erfolgen: „Ich hab meinem Mann erzählt, wenn er drei Stunden mit dem neuen Staubsauger saugt, erscheinen im Display die Ladys des Monats.“ Abwechslungsreich streuen sie Songs in ihr Programm ein wie den „Samstag-Morgen-Mama-ruft-schon-wieder-grundlos-an-Hasskappen-Blues“.

Ständig wechseln die beiden Frauen Rollen und Kostüme. Gerne präsentiert sich Heike Becker als die prollige Ruhrgebietspflanze. So unterhält sie sich mit der etwas nobleren Dame über ihre „Beiden“ auf dem Kinderspielplatz, bis sich allmählich herausschält, dass es sich bei den beaufsichtigten „Knaben“ um ihre 40-jährigen Ehemänner handelt.

Da ist es doch viel besser alleine zu leben. „Ich bin Single aus Überzeugung“, meint Kerstin. „Aber nicht aus eigener“, ergänzt Heike. Und dann ruft wieder Mutti (Heike) an und will ihrer Tochter (Kerstin) erzählen, dass der 40 Jahre alte Sauerteig (die Besucher erinnern sich an „Herrmann“) nicht mehr richtig geht. Die Mutter redet vom Teig, „der früher schön fest wurde, doppelt so groß, heute immer wieder schlapp macht und nicht mehr kommt“, während die Tochter missverständlicher weise denkt, Mutter würde über Papa reden.

Auch wenn es teils derb zugeht ist das Publikum so begeistert, dass es mehrere Zugaben fordert. Heike und Kerstin laden alle herzlich zu ihrem 10-jährigen Bühnenjubiläum im Sommer nach Dinslaken ein: „Kommt vorbei, liegt ja gleich um die Ecke.“

 

Jazzkonzert in Adelheids Spargelhaus

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Wolfgang Lackerschmid & Stefanie Schlesinger

Erle. Den einen Konzertbesuchern war das Vibraphon etwas zu dominant, die Gesangsstimme etwas zu dünn, die anderen fanden die Kombination durchaus gelungen. Allgemein wurde das kleine Jazzkonzert des außergewöhnlichen Musikduos Wolfgang Lackerschmid (Vibraphon) und Stefanie Schlesinger (Sopran) am Freitagabend in Adelheids Spargelhaus sehr positiv aufgenommen.

Rund 50 Abonnenten des Kulturkreises Schloss Raesfeld und Kurzentschlossene genossen zwei Stunden Eigenkompositionen von Wolfgang Lackerschmid, Jazztitel von Jerome David Kern, Georg Gershwin und Cole Porter aus ihrem „American Songbook“ oder Irving Berlins „Cheek to cheek“ für Fred Astaire und Ginger Rogers. Die Improvisationsfreude der Musiker, die ursprünglich aus dem klassischen Bereich kommen, brachte sie vor langer Zeit auf die Idee der Frage nachzugehen, wie denn wohl klassische Opernarien in modernem Gewand klingen. So präsentierten sie jazzig verfremdet dem Publikum die Cherubino Arie “

Non so piu cosa son“ aus Mozarts Figaro als Samba oder Camille Saint-Saens „Mon coeur“ aus der Oper „Samson und Dalila“. Mit zu ihrem Repertoire gehörten auch neue Lieder zu Brechttexten wie das „Plärrerlied“ oder „Marie A.“. Lackerschmid hat die ausdrückliche Genehmigung der Brechterben diese Texte zu vertonen.

Mit viel Humor leiteten die beiden Interpreten durch die außergewöhnliche Vielfalt ihrer Stücke. Der Vibraphonist gab zudem noch einen kleinen Schnellkurs zu seinem Instrument: „Man haut drauf und dann macht es ping. Und ich suche mir die schönsten Töne aus.“ Mit dem Motor, der den Tönen den unverwechselbaren Vibratoklang verleiht war er in dem kleinen Raum sehr sparsam. Dafür zeigte er bei seinem Titel „Pigmente“ eine ungewöhnliche Spieltechnik auf dem Vibraphon mit einem Cellobogen.

Ein wenig Eigenwerbung durfte nicht fehlen, hatten die beiden für das kleine Konzert in Erle schließlich eine achtstündige Fahrt von Augsburg hinter sich gebracht. „Auf unserer erotischen CD ist auch dieser Titel drauf, den spiele ich besonders gerne zu Weihnachten, weil er so schön Liebe und Kommerz verbindet: Cole Porters `Love for Sale´“, meinte Wolfgang Lackerschmid ironisch.

Stefanie Schlesinger zeigte sich stimmlich äußerst flexibel mit ihrem Scatgesang, zum Beispiel bei dem Stück „You`d be so nice“ oder bei Antonio Carlo Jobims „Dindi“. Nicht nur privat auch musikalisch harmonieren Lackerschmid und Schlesinger bestens. Für den guten Applaus wurde das Publikum mit „The Windmills of Your Mind“ und „Once In A Lifetime“ belohnt.

 

 

 

 

Sarah Smith rockt die Erler Kleinkunstbühne

Sarah Smith

Sarah Smith

Erle. „Erle ist Klasse“, meint Sarah Smith, und dass nicht nur, weil sie hier so freundlich und begeistert mit ihrer Musik aufgenommen wird. Die erfolgreiche Kanadische Rocksängerin trug am Samstagabend auf der Kleinkunstbühne Erle ihre neue CD vor. Der Saal war ausverkauft, das Publikum so begeistert, dass sie mit der Sängerin am liebsten noch die ganze Nacht über gefeiert hätten.

„Ich bin selber in einem kleine Dorf aufgewachsen. Ich liebe diese Menschen. Aber hier in Deutschland ist das ja kein kleines Dorf. Wenn man durch Deutschland fährt, sieht man das eine Stadt an der anderen hängt. In Kanada muss man da erst 50 Kilometer fahren bis zum nächsten Ort“, berichtet Smith über ihre ersten Erfahrungen in Deutschland, wo sie gerade tourt um ihre neue CD zu promoten.

Und weil sie auch so angetan ist von den „deutschen Autobahnen“ macht sie den Gastgebern eine besondere Freude mit dem Janis Joplin Titel „Mercedes Benz“. Selten hat man solch eine gute, kraftvolle Interpretation dieses Covert-Titels gehört.

„Live aus Ontario. Silvester noch im Casino Hohensyburg, heute auf der Kleinkunstbühne Erle. So kann man sich steigern im Laufe der Zeit“, witzelte Organisator Michael Oestreich zur Begrüßung des kanadischen Roch`n´Roll-Star und ihres Gitarristen Pat Antony. Sarah Smith, die sich selber als Singer, Songwriter und Rocker bezeichnet, vermittelt durch ihre Publikumsnähe und ihren vollen, professionellen Einsatz bei ihrem Konzert in Erle den Eindruck als spiele sie ihre eigenen Songs für enge Freunde. Die Familiäre Atmosphäre spiegelt das Publikum, so dass man den Eindruck gewinnt, Sarah Smith ist eine alte Bekannte, die hier jede Woche auftritt. Das macht einfach nur Freude dieses Konzert mitzuerleben. So geht es auch dem Neu-Erler Michael: „Ich bin beeindruckt, was hier in Erle auf die Beine gestellt wird.“

Beeindruckt sind alle Besucher von der Musik, der Performance und Titeln wie „Gotta get up“, „Aint no mountain“, „Belive in me“, „Do you like it“, „Fire“, „Stand up“ und vielen anderen. Ein von Sarah eingestreutes Geburtstagsständchen für Heiner Schulte aus Gelsenkirchen, zeigt, wie familiär das ganze Konzert abläuft. Auch gibt es spontan einen Titel „Hey, what`s goin` on“ mit Berrit Ten Haven.

Gespräche mit den Künstlern in der Pause und nach dem Konzert, Autogramme, Signieren der CD oder ein Bild für das Familienalbum scheinen selbstverständlich. Einhellig ist man der Meinung, Sarah Smith darf jederzeit wiederkommen, je eher, je besser.

Kalle Pohl redet mit dem „Schwein“

 

Kalle Pohl

Kalle Pohl

„Politiker sind wie Tauben; wenn sie am Boden sind, fressen sie dir aus der Hand; wenn sie oben sind, bescheißen sie dich“, solche kleinen politische Anspielungen bringt Kalle Pohl in sein neues Programm „Du bist mir ja einer!“. Vor rund 150 Gästen zeigte Komiker am Samstagabend auf der Kleinkunstbühne in Erle, dass er nicht nur Kalauer machen kann sondern bedeutend mehr drauf hat.

„Ein neues Programm probiert man am besten in der Provinz aus, bevor man in die Metropolen geht“, scherzt Pohl mit dem Erler Publikum und beschwichtigt schnell: „Nee, nee, zuerst war ich damit in Köln, jetzt in Erle.“ Er lässt nichts auf die Erler kommen, das Catering sei ausgezeichnet und das Publikum: „Das ist super. Ganz toll wie die Erler mitgehen.“

Kalle Pohls große Zeiten sind vorbei, das weiß er. Als Grund nennt er: „Wenn du nicht im Fernsehen bist, kennen dich die Leute nicht. `Sieben Tage, sieben Köpfe´, das ist zu lange her.“ Der Name ist den Menschen immer noch bekannt und offensichtlich verbinden sie damit zu recht nur Positives, sonst wären die Karten bis auf einen kleinen Rest an der Abendkasse nicht so schnell verkauft worden.

Der sympathische Komiker und Kabarettist erzählt auf seine ganz eigene Art Witziges aus seinem Werdegang, scheinbar Alltägliches und beweist damit, dass „political correctness“ zeitabhängig ist. Mit seinem Akkordeon bringt er die Besucher zum Mitsingen seiner lustigen Lieder: „Man hat mich gewarnt, Erle hat einen ganz speziellen Rhythmus.“

Angeblich führt er gerne Selbstgespräche, damit das nicht so auffällt hat er sich die „Handsau“ angeschafft. Und was er durch die Handsau sagt, ist bissiger und böser. Da kommt die Qualität des Kabarettisten deutlich zum Vorschein.

Gedichte des Merzenicher Heimatdichter Walter Büllesheim rezitiert er zum großen Vergnügen des Publikums. Für ihn kein Problem, den Dichter gibt es nicht, den und die Verse hat er schließlich selbst  erfunden.

Pohls Beobachtungen können die Besucher nur beipflichten, wenn er sich beispielsweise über die unzähligen Kochsendungen lustig macht: „Wissen sie, warum wir kochen? Weil wir Hunger haben.“ Ein Thema würde in diesen Fernsehsendungen nie angesprochen stellt er fest: „Das Thema Hygiene.“ Dann erzählt er, wie er im Nobelrestaurant neben dem Koch am Urinal gestanden hat: „Ich hab zur Seite geguckt und war erleichtert. Der hatte Arbeitshandschuhe an.“ Pohl hat sich nach all den Jahren routinierter Fernsehunterhaltung selbst wiederentdeckt.

Adventsmarkt Raesfeld – Weihnachtsmarkt 1A

IMG_0318Melanie Tesing (15) schlendert gemächlich über den weitläufigen Weihnachtsmarkt um das Schloss Raesfeld. „Schau mal, das Christkind“, wird sie immer wieder in ihrem weißen Kostüm bestaunt.

Neben den 80 Ständen, die Leckereien, Kunsthandwerk und Kunst anbieten, gibt es viele weitere Attraktionen. Nils der Gaukler jongliert was das Zeug hält und stapelt zum Erstaunen der vielen Zuschauer brennende Fackeln auf seinem Kopf. „Jetzt wisst ihr auch, warum ich keine Haare auf dem Kopf habe“, scherzt er. Von irgendwo her sind die Dudelsackklänge von Axel Römer zu hören, der im originalen Schottenkostüm Weihnachtslieder auf seinem Instrument zum Besten gibt. „Magister Speculatius“ versammelt nur kleine Gruppen um sich: „Ich gehe auf die Leute zu, erzähle ihnen Märchen und erstaunliche Geschichten und mache mit ihnen kleine Zauberkunststücke.“ Die beiden Schüler Christian Liesler und Peter Heselhaus platzieren sich auch an verschiedenen Stellen und spielen auf Posaune und Trompete ihre Weihnachtslieder, immer wieder mal wirft jemand eine Münze in ihren Trompetenkasten.

Vor Christian Steins Stand befindet sich eine riesige Maschinerie, hier wird die Erstausgabe des Raesfelder Adventstalers geschlagen. Das dürfen nach dem Einlegen eines Rohlings die Besucher unter Anleitung selber machen. Wenn der schwere Hammer aus drei Meter Höhe herunter saust heißt es immer „Ohren zuhalten!“ Ruhig und leise geht es bei Ute Krawinkel aus Lünne zu, die Porzellanmalerin muss immer wieder ihre Hände aufwärmen, um mit dem feinsten Pinsel ihre Linien auf das weiße Gold zu zaubern. Kuscheliger geht es in dem Stand von Edeltraud Niehüser zu, sie verkauft mit Leidenschaft ihre Teddybären, bezahlbar sind diese, weil sie keinen Knopf im Ohr haben und doch beste deutsche Markenqualität. Derweil schlägt Jan Ridder im Schloss mit dem Auktionator-Hammer zu, hier versteigert der Rotary-Club Besonderes für einen guten Zweck.

Am Stand von Johannes Stegerhoff gibt es auch etwas Besonderes, über 100 Sorten selbstgemachte Gelees, Marmeladen und Liköre. Kaum ein Stand ist so gut besucht, denn die Menschen kennen die ausgezeichneten Produkte von Stegerhoff. Für dieses Jahr haben Johannes Junior und Johannes Senior das leckere „Bickbeerendröppken“ aus Blaubeeren kreiert. Drei Euro vom Verkauf jeder Flasche wandern in die neu gegründete Bürgerstiftung. Molinaro Tommaso der selbstgemachte Fiori, ein toskanische Mandelgebäck anbietet, hatte für den gutbesuchten dreitägigen Adventsmarkt wohl mit 1200 Kilometern die weiteste Anreise.

Junggesellenschützenfest Raesfeld

Königsschuss unterm Regenschirm

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André Gülker holt mit dem 197. Schuss den Vogel runter

Der Junggesellenschützenkönig in Raesfeld ist André Gülker, zu seiner Königin erwählter er Andrea Klostermann.

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Vorsichtshalber hatten die Junggesellen in diesem Jahr das Schießen an das Festzelt gelegt und nicht im Pastorsbusch abgehalten, die Wetterprognose versprach Wind und Regen. Dabei lachte den ganzen Morgen und Mittag die Sonne vom Himmel und es schien, als wäre das nicht nötig gewesen, so nah am Zelt zu bleiben. Bei herrlicher Stimmung und vorzüglicher musikalischer Begleitung durch das Fanfarencorps und die Burgmusikanten traten zahlreiche Schützen an um den Vogel zu bearbeiten. Übrigens Vogel, was war denn da am Tag vorher mit dem Vogel los? Gestohlen, versteckt, geklaut, zerbrochen? Der Vorstand wollte nicht mit der Spracher herausrücken.

Schließlich schälte sich zum Ende gegen 14.30 Uhr ein Dreikampf zwischen drei Mitgliedern des Vorstands, Fanfarencorps und Burgmusikanten heraus. Jeweils von ihren Gruppen angefeuert wurden die letzten zehn Minuten des Schießens doch noch feucht. Regen hatte eingesetzt und in weiser Voraussicht begleitete ein Vorstandsmitglied den Schützen zum Gewehr. André Gülker konnte sein Glück erst gar nicht fassen, als der Vogel fiel. Mit dem 197 Schuss zerbrach das Holz in zwei Teile und fiel von der Stange.

Vorher hatten sich die Insignien ergattert: Peter Nießing (Apfel), Thomas Euting (Zepter), Jan Woelsing (Krone), Tim Flück (Flügel rechts), Leonard Suer (Flügel links) und Max Meyering der Schweif.

Das alte Königspaar Sebastian Meyering und Marion Wehling gratulierten dem neuen König und der neuen Königin. Die schwere Königskette wurde dem neuen König umgehängt. Mit auf den Thron folgen André Gülker und Andrea Klostermann, Marcel (Celi) Wobbe und Yvonne Groß-Onnebrink sowie Hendrik Gesing und Anika Gehlen.

 

Matinee des Soroptimist International Club Borken im Tiergarten

Bezaubernde Matinee im Tiergarten

IMG_3799Raesfeld. Wenn über 100 Erwachsene verzaubert einer Märchenerzählerin lauschen, muss es sich um eine besondere Veranstaltung handeln. So war es am Sonntagmittag im Naturerlebnisgelände des Tiergarten Schloss Raesfeld. Der Soroptimist International Club Borken hatte zu dieser außergewöhnlichen Veranstaltung eingeladen. Für die zahlreichen Besucher wurde die Matinee zu einer Reise ins Reich der Sinne. Christiane Willms erzählte Geschichten, sang Lieder und trug Gedichte vor. Ann-Kathrin Böckenhoff hatte Metalltonnen als Licht-Kunst-Objekte gestaltet, die den Wald rund um die Freilichtbühne schmückten. DJ Frank Schulz sorgte für den guten Ton. Die Parforce-Horn Gruppe der Jagdhorn-Bläser Holthausen unter Leitung von Christian Praha begrüßten das Publikum mit passenden Klängen, die sich harmonisch ins Gesamtkonzept einfügten.

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Reich gedeckte Tische mit riesigen Brotlaiben und Naschwerk schienen wie aus einer Märchenerzählung, doch das war alles real und sollte nach dem Bühnenprogramm ausgiebig gekostet werden. Zahlreiche Sponsoren hatten die Soroptimisten unterstützt, der Gewinn der Veranstaltung geht an die Organisation „Offenes Ohr“ der Kirchengemeinde St. Martin in Raesfeld.

Auch über das rund zweistündige Programm von Christiane Willms aus Köln ging es zu wie im Märchen. Der Geschichtenerzählerin gelang es die Zuschauer in die Welt des Märchens mitzunehmen, so dass sich Erwachsene wie Kinder fühlen konnten. Ihr Märchenrepertoire beschränkte sich nicht nur auf die der Gebrüder Grimm, sie fesselte das Publikum mit internationalen Märchen und brachte es zum Mitmachen und tiefem Eintauchen in diese phantastische Welt. Bestätigendes Lachen erzeugte eine Geschichte aus Sri Lanka, in der die Schöpfungsgeschichte etwas anders erzähl wurde. Nachdem Gott den Mann erschaffen hatte, hatte er alle Stoffe verbraucht. Deshalb nahm er für die Erschaffung der Frau unter anderem die Rundung des Mondes und die Grausamkeit des Tigers. Als der erste Mann seine Eva nach vielem Hin und Her wieder an Gott zurückgeben will, fragt dieser die Frau wie es denn mit ihr stehe. Darauf antwortet sie: „Ich kann sowohl mit ihm, als auch ohne ihn leben.“

Auf der Gitarre begleitete sich Christiane Willms selbst und präsentierte besinnliche und lustige Lieder, Lieder aus aller Welt von Blumen, Liebe und Lust.

Viel Vergnügen hatte die Märchenerzählerin dem Publikum beschert und wurde mit lang anhaltender Applaus belohnt. Noch lange stand man bei den kulinarischen Genüssen im Wald zusammen und plauderte über das gerade Gehörte und diese phantastische Veranstaltung.

Indianer im Tiergarten – Musical Pocahontas

csp-Gal-Pocahontas(38)Raesfeld (csp). Wenn´s im Wald wuselt, ist Erika Reichert-Maja mit vielen Kindern unterwegs. So am Donners-tagmorgen beim Projekt-treffen „Pocahontas“ im Tiergarten des Schosses Raesfeld. Nach einem gemeinsamen Frühstück stellte die Projektleiterin Künstler, Tänzer, Beteiligte und Sponsoren vor. Beteiligt waren unter anderem Bürgermeister Andreas Grotendorst, Kerstin Löwenstein (Tiergarten Schoss Raesfeld), Künstlerin Liza Ettwig, Musicalsängerin Rebecca Stutz, Tänzerin Gina Cirjak, Dana Lippok (Haus der Jugend Dorsten), Kinder der Silvester- und Alexanderschule, des Gymnasiums Maria Veen, Schüler des Pant Rhei College Enschede, die Partner im Projekt Pocahontas sind und viele viel mehr.

Über 300 Sänger bringen den Schlosshof zum Klingen

Raesfeld (csp).  Das 85 Freundschaftssingen Hohe Mark hatte in diesem Jahr der 85.Freundschaftssingen-Raesfeld(8)Raesfelder Frauenchor ausgerichtet und bestens organisiert. Und natürlich waren auch zahlreiche Zuschauer bei strahlendem Sonnenschein am Sonntagnachmittag erschienen, rund 300 mit dem Ziel ihren Chor live zu erleben oder die Chöre miteinander zu vergleichen, manche zufällig auf ihrer Radtour. Die Grußworte sprachen Bürgermeister Andreas Grotendorst und die Vorsitzende des Frauenchors Gabi Preußner. „Zwar steht man im Chorverband nicht allein auf der Bühne, Aufregung ist aber dennoch dabei“, gestand Monika Moeck von den Raesfelder Frauen.

„Sing a Song“ war das Einstiegslied des Frauenchors gefolgt von „The Rose“ und „Memory“. Es folgte der Kirchenchor St. Elisabeth-Lyra mit „Have a nice day“ und „Music is number one“.

85.Freundschaftssingen-Raesfeld(3)

Noten schützen vor Sonnenbrand

Noten schützen vor Sonnenbrand

Geduldig saßen über 300 Sängerinnen und Sänger verschiedener Chöre zum 85. Freundschaftssingen am Sonntagnachmittag auf ihren Bänken im Schlosshof und warteten auf ihren Bühnenauftritt. Mancher musste seinen Kopf vor zuviel Sonnenstrahlen schützen.

Etwas kräftiger klangen die Männergesangsvereine, der MGV Liederkranz 1946 Wulfen mit den Titeln “Rosen aus dem Süden“ und „Griechischer Wein“. Das begeisterte Publikum schunkelte und tanzte mit. Jeder Chor bekam seinen verdienten Applaus und von den Veranstalterinnen ein kleines Präsent, einen Teller mit leckeren Würsten. Die Besucher konnten sich mit Kaffee und Kuchen oder etwas herzhafter am Grill mit Würstchen und am Bierstand mit Getränken versorgen. In lockerer Atmosphäre ging es weiter mit dem MGV Concordia Heiden 1875 e.V., der „Ich bin kein Bajazzo“ und „Andjele moj“ vortrug. Der MGV „Cäcilia“ Groß Reken e.V. 1904 verzauberte mit „Zauber der Südsee“ und dem Klassiker „La Paloma“. Auch Dorsten hatte seine Abordung geschickt: der MGV 1948 Hervest-Dorsten e.V. sang „Marian“ ein Tanzlied und „Im Rosengarten“. 85.Freundschaftssingen-Raesfeld(42)Sehr schmissig und mit Solist trat der Sängerbund Klein-Reken auf. Ihr Lied „Ohne Krimi geht die Mimi nie ins Bett“ wurde zum Ohrwurm und mancher im Publikum sang das Lied noch für sich, während auf der Bühne „Butterfly“ präsentiert wurde. Der MGV „Cäcilia“ Rhade trat mit dem „Bierlied“ auf und der MGV „Frohsinn“ Lembeck mit „All die schönen Jahre“, dann sangen beide Chöre zusammen „Der Freundschaft Band“, „Über den Wolken“ und „Tage wie diese“. Die Chorgemeinschaft Raesfeld präsentierte sehnsuchsvoll „Das Lied der Taiga“ und die „Schiwago-Melodie“. Den Abschluss des gelungenen Konzertes bildeten die Chorgemeinschaft Raesfeld und der Raesfelder Frauenchor mit den „Capri-Fischern“.