Schützenfest in Rhade

Impressionen: Schützenmesse, Kranzniederlegung, Abmarsch zum Festzelt

In einem festlichen Akt mit Zapfenstreich legten die Rhader Schützen am Samstagabend einen Kranz am Ehrenmal nieder. Gedacht wurde der Verstorbenen, ehemaliger Schützen, den Gefallenen beider Weltkriege und auch aktuellen Unglücksopfern: „Der Mensch ist erst wirklich tot, wenn niemand mehr an ihn denkt.“

Gesäumt wurde die Straßenkreuzung von sehr vielen Rhader Bürgern. Nicht alle waren mit den Böllerschüssen einverstanden. Eine Stimme aus der Menge: „Die armen Kühe. Ob das tierschutzrechlich zu vertreten ist…“ Nach dem Zeremoniell erfolgte der Abmarsch zum Schützenzelt. Sehr angenehm für alle Anwohner im alten Ortsbereich von Rhade ist in diesem Jahr, der fehlende Autoscooter. Die Lärmbelästigung durch dieses Fahrgeschäft fiel weg, und man konnte die Nachruhe einigermaßen genießen. Dank an den Schützenverein!

Schützenfest in Rhade 2013

„Godfather of Klezmer“ Giora Feidman in Velen

Begeisterung pur für Weltmusik

Klezmer im Stadele

Der „Godfather of Klezmer“ Giora Feidman und „Gitanes Blondes“ gastierten auf Gut Ross und zogen mehrere hundert Besucher in ihren Bann.Giora-Feidman(4)

Von Claudia Peppenhorst

Velen. Weltmusik mit dem Titel „Very Klezmer“ konnten mehrere hundert Besucher am Samstagabend auf Gut Ross im Zuge der „5.musik:landschft westfalen“ genießen. Hier spielte der weltberühmte Klarinettist Giora Feidman mit der vierköpfigen Gruppe „Gitanes Blondes“.

„Was uns erwartete, wussten wir nicht, die Musik war uns mehr oder weniger unbekannt, aber wir sind a

bsolut begeistert, das geht unter die Haut“, so äußerten sich Cordula und Hermann aus Rhade, und wie ihnen ging es vielen Besuchern, die Giora Feidman noch nicht gehört oder live erlebt hatten. Viele bedankten sich bereits in der Pause bei Veranstalter Dirk Klapsing für den musikalischen Hochgenuss und dass er diese Musiker nach Velen engagiert hatte.

Mit ganz leisen und zarten Klarinetten-Tönen schleicht sich Giora Feidmann von hinten in die voll besetzte Scheune auf Gut Ross, bleibt hier und da bei einem Gast stehen und begrüßt ihn augenzwinkernd, während er seine Melodie weiterspinnt, bis er schließlich auf der Bühne angekommen ist. Jetzt explodiert sein Lied mit aller Kraft, alle Besucher sind gebannt von der wechselnden Dynamik, der großen Virtuosität und dem Humor mit dem er seine In

strument und seine Musik spielt.

Er  verbindet Jazz mit traditioneller jiddischer Musik, orientalische mit irischer Folklore, osteuropäische Musik mit Tangoelemente. Nicht nur damit versteht er sich auch als Friedensbotschafter. Erstaunt lauscht das Publikum der ausgefallenen Interpretation und Vermischung dreier Nationalhymnen, der deutschen, israelischen und palästinensischen.

Damit ist noch nicht die Frage geklärt, was Klezmer ist. Klezmer, das ist Giora Feidman. Klezmer, das ist wenn die Klarinette weint und lacht, schreit und flüstert, jubelt und singt. Das ist u

rsprünglich die Musik der osteuropäischen Juden, die zu Feiern gespielt wurde, bei Giora Feidman wird diese Musik auf absolut perfekte Weise mit jeglicher Art Folklore, Jazz, Tango oder klassischen Elementen vermischt ohne ihren ursprünglichen Charakter einzubüßen. „Für mich, als Jude, ist Musik Gebet und Religion, ist das Leben“, mit diesen Worten kündigt er den Titel „Viva la vida“ an. Er hält sich nicht unbedingt an das ausgedruckte Programm, das geht bei Feidman nicht, dafür spielt er viel zu gerne mit dem Publikum, fordert sie zum mitsingen bekannter Titel auf, wie „Dona, dona“ oder „Shalom chaverim“, oder improvisiert zu einem einzelnen Ton, den alle Besucher singen oder summen

. Gelegentlich tritt er an Mikrophon und gibt auch hier Kostproben seines verschmitzten Humors: „Nicht im Alten oder Neuen Testament, nicht im Koran steht, dass eine Zugabe sein muss“, meint er, aber Zugaben gibt es trotzdem schon vor der Pause und natürlich am Ende dieses großartigen Konzerts, denn mit Standing Ovations entlässt ihn sein Publikum nicht einfach so von der Bühne. Aber er steht nicht alleine auf dieser Bühne, da sind vier andere großartige junge Musiker: Mario Korunic (Violine), Konstantin Ischenko (Akkordeon), Christoph Peters (Gitarre) und Simon Ackermann (Kontrabass) ihre virtuose Instrume

ntenbeherrschung passt sich auf zauberhafte Art der Soloklarinette an, gelegentlich kann man nicht unterscheiden, wo der Ton der Violine oder des Akkordeons endet und Feidman spielt. Sie musizieren so harmonisch miteinander, als ab sie ihr Leben lang nichts anderes getan hätten. Gerne zieht sich Giora Feidman in den Hintergrund zurück und überlässt „Gitanes Blondes“ die Bühne. Dann zeigen die einzelnen Instrumentalisten, was sie drauf haben. Konstantin Ischenko brilliert solistisch mit Rossinis Figaroarie auf dem Akkordeon, auch diese vier „blonden Zigeuner“ beweisen ihren Humor und begeistern das Publikum mit einem Stück, dass sie  zu dritt auf einem Kontrabass spielen.  Giora Feidman

kommentiert das mit: „Das war nicht abgesprochen.“ Das glauben die Besucher nicht, gerne glauben sie ihm aber, dass sie ein einzigartiges Publikum waren, denn: „Was ist der Unterschied zwischen einem Auftritt in der Caregie Hall oder in Velen? Es gibt keinen Unterschied, außer den Menschen.“ Danke, Giora Feidmann.

 

 

 

 

 

Spanischer Abend im KoColores

Paella und spanische Musik im sommerlichen Klein Reken

IMG_2027Über 100 Gäste genossen am Samstagabend einen herrlichen spanischen Abend in der Künstlerkneipe KoColores in Klein Reken.

Im Zuge der 5. musik:landschaft westfalen konnten sich die Besucher an dem reichhaltigen Buffet stärken und spanischen Wein genießen. Für die passende Musik sorgten Sandra Wilhelms und Freya Deiting, das Duo Aciano mit „Impresiones Del Sur“, dazu heißt es auf ihrer Hompage:

„Südliche Impressionen entstehen, wenn Sandra Wilhelms und Freya Deiting auf ihren Instrumenten Geschichten aus Spanien und Südamerika erzählen: zwischen sehnsuchtsvoller Geige und melancholischer Gitarre entsteht ein tiefes Zwiegespräch; Flirrende Klänge lassen die Mittagshitze Andalusiens spüren, feurige Tango-Rhythmen beschleunigen den Herzschlag und fröhliche Chôro-Musik lässt die Zuhörer unmittelbar an der Lebensfreude der Brasilianer teilhaben.“IMG_1991

Sie spielten sowohl alte wie neue klassische Musik und Werke von: Diego Ortiz, Fernando Sor, Pablo de Sarasate, Enrique Granados, Astor Piazzolla, Máximo Diego Pujol, Celso Machado, aber auch Tango und Popmusik von Mecano.

Die drei „Kneipeninhaber“ und Künstler (v.l.: Andreas Schlagheck, Andre Fellechner und Guido Kuschel) hatten es so organisiert, dass gegen 23 Uhr – eine für Spanier durchaus „normale“ Essenszeit dann auch die riesige Paellapfanne vorgeheizt und das köstliche Gericht servierfertig war. Der spanische Abend wurde so zum Genuss vieler Sinne.

Ramsdorf von oben

Impressionen von Ramsdorf

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Weit reicht der Blick, wenn man ganz oben auf dem Gerüst des St. Walburga Kirchturms steht.

Mit dem Bauausschuss, den Denkmalpflegern, den Denkmaltechnikern, Vertretern der Fachfirmen, dem Architekten Gerion Rasche, Pfarrer Michael Eiden, Karl-Heinz Maus und anderen rauf auf das Gerüst und dem Kirchturm „auf´s Dach“ gestiegen. Das ist schon eine etwas wackelige Angelegenheit…

Studie über Lebens- und Diskriminierungserfahrungen

Studie über Lebens- und Diskriminierungserfahrungen

schwuler und bisexueller Männer vorgestellt.

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Berlin (pd).  In seinem Infobrief Mai-Juni 2013 teilt der Fachbereich für gleichgeschlechtliche Lebensweisen Berlin mit, dass  die Landesstelle für Gleichbehandlung – gegen Diskriminierungam 05. Juni 2013 eine Studie zu Lebens- und Diskriminierungserfahrungen schwuler und bisexuellerMänner vorgestellt habe. Die Studie von Dr. Anne Bachmann (Kiel) belegt deutlich, dassDiskriminierungs- und Gewalterfahrungen das psychische Wohlbefinden der Befragtenerheblich beeinträchtigten. Allerdings mildern sich die negativen Folgen ab, wenn dieBetroffenen den Stress bewältigen können, indem sie aktiv werden, Hilfe suchen undUnterstützung im sozialen Umfeld und ihrer Community finden. Belastend wirkt sichauch die strukturelle Diskriminierung durch die Gesellschaft aus.

Zur Pressemitteilung,

zur Zusammenfassung der Studie,

zur englischen Version der Zusammenfassung,

zum Volltext der Studie (101 Seiten). Einzelne Druckexemplare sind erhältlich bei Broschuerenstelle@senaif.berlin.de

Weiter Informationen erhalten Sie unter:

Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen

Landesstelle für Gleichbehandlung – gegen Diskriminierung

Fachbereich für gleichgeschlechtliche Lebensweisen

Oranienstr. 106 , 10969 Berlin Telefon +49 (0)30 9028- 1876/ -2721/ -1791

Link zur Internetseite des Fachbereichs für gleichgeschlechtliche Lebensweisen

Künstler in „Worps-Reken“

Ausstellung unter dem Titel „4 Himmels-Richtungen“ von Rainer Gardian, Korinna Hüfner, Barbara Lippe und Guido Kuschel im KoColores in Klein-Reken eröffnet.

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v.l. Rainer Gardian, Erika Reichert-Maya, Guido Kuschel, Barbara Lippe, Korinna Hüfner

Reken (csp). Weltliche und überweltliche Motive zeigen die Bilder in der Ausstellung im KoColores, die am Sonntagnachmittag mit einer gut besuchten Vernissage eröffnet wurde. Vier Künstler aus Reken und Coesfeld stellten unter großem Applaus in der Künstlerkneipe ihre Bilder der Öffentlichkeit vor. Das ist das erste Mal, dass in dem Haus Bilder anderer Künstler an den Wänden hängen. Damit wird der ursprüngliche Gedanke der Besitzer, das KoColores zu einem „Künstlertreff“ zu machen nach längerer Zeit umgesetzt. Rainer Gardian, Korinna Hüfner, Barbara Lippe und Guido Kuschel zeigen hier ihre Arbeiten.

Die Eröffnungsrede hielt Erika Reichert-Maya: „Die Ausstellung zeigt großartige Bilder mit weltlichen und überweltlichen Motiven. Ich hoffe, dass von hier der Funke hinausgeht, der neue Leute anzieht, damit wir ein echtes „Worps-Reken“ werden.“

Den farbenfreudigen Bilder von Korinna Hüfner merkt man an, wie sehr die Künstlerin das Leben liebt und wie viel Freude und Kraft  sie in sich trägt. Zusätzlich zu ihren Bildern hatte Korinna Hüfner sich zusammen mit Verena Gedding literarisch betätigt und eine ihrem Werk angelehnte „Engelsgeschichte“ geschrieben. Besucher durften sich die Geschichte gegen eine freiwillige Spende mitnehmen. Der gesamte Erlös hieraus fließt dem AWO Kindergarten in Groß-Reken zu.

Guido Kuschel hat mit der Eröffnung des KoColores sich und seine zwei Teilhaber nicht nur zum Unternehmer gemacht, sondern auch noch Zeit gefunden, weiter an seinem Kunstschaffen fest zu halten. Seine Arbeiten sind ein Bindeglied zwischen Fotografie und Malerei. Außerdem hat er durch die Räumlichkeiten die vier Künstler zu einem Glückskleeblatt vereint.

Die eher schüchterne Barbara Lippe hat mit ihrer Kamera im letzten halben Jahr Musiker bei ihren Auftritten in der Künstlerkneipe und bei „That´s live“ eingefangen und eindrucksvolle Fotografien als Stimmung des Moments geschaffen, beachtenswerte, unbearbeitete Fotos, die eine Situation festhalten, die die Musiker in ihrem emotionalen Schaffensprozess zeigen.

Nicht zuletzt sind da die Bilder und Collagen von Rainer Gardian, die bei genauerer Betrachtung eine Explosion an Farben und Ideen bergen. „Seine Arbeiten sind ein Puzzlespiel, wenn man sich lange in ein Bild oder Detail vertieft“, meint Erika Reichert. „Sie beinhalten eine Dynamik wie Donner. Dagegen ist Dali nichts, weil bei ihm die Uhren schlapp herunter hängen, wogegen sie bei Gardian stehen.“ Diese freundlich, witzigen Äußerungen sorgen für viel Gelächter und Applaus. Ein Applaus, der allen vier Künstlern gebührt. Bis Mitte August kann sich jeder kostenfrei die Werke im KoColores ansehen.

 

 

 

 

Vollsperrung in Rhade

IMG_44355Rhade (csp). Beim Verladen eines Containers rutschte dieser am Freitagnachmittag  gegen 16 Uhr auf der Lembecker Straße in Rhade von dem LKW. Dadurch kam es bis zur Sicherung der Ladung zur Vollsperrung der Straße in beide Richtungen. Fahrzeuge wurden durch Sicherheitskräfte über die Nebenstraßen umgeleitet. Personen kamen nicht zu Schaden.

 

 

 

 

Gymnasiasten spielen „Traumfänger“

Schüler üben mit großem Eifer für ihr Theaterprojekt.

IMG_072241Maria Veen (csp). Von 8 bis 13 Uhr dauerten am Donnerstagmorgen die Proben für „Traumfänger“ in der Aula des Gymnasiums in Maria Veen. Zwei Musikkurse der 10er Jahrgangsstufe haben selber dieses Musiktheaterstück auf die Beine gestellt, das sie am 26. und 27. September im Konzert-Theater Coesfeld uraufführen werden.

„Noch hält sich die Aufregung der Schülerinnen und Schüler in Grenzen am kommenden Dienstag wird sich das vielleicht etwas ändern. Dann proben wir zum ersten Mal auf der Bühne des Konzert-Theaters Coesfeld“, meint Doris Hesselmann Musiklehrerin am Gymnasium der Mariannhiller.

82 Schülerinnen und Schüler haben alles selbst gemacht: 13 Musikstücke sowohl Songs, IMG_070726die schon bei der Probe unter die Haut gehen, Instrumentalstücke, Choreografie und „Kunst“, denn auch der Kunstkurs ist an dem Projekt mit Bildern, Collagen, Filmprojekt und Bühnengestaltung beteiligt. Die Musik ist vielfältig: „Hier haben wir ein Lied, das mehr an ein französisches Chanson erinnert, das müsst ihr aber auf französisch singen, habe ich die Truppe angeregt. Daraufhin haben sich die Schüler mit `den Franzosen´ an der Schule zusammengesetzt und den Text übersetzen lassen“, so die Musiklehrerin und Regisseurin. Ein Instrumentalstück, das von allen 82 gespielt wird, klingt sehr kraftvoll, erschreckend und gruselig, nicht weil es so schlecht gespielt wird, sondern weil es sich um einen Kanon in 12-Tonmusik handelt. IMG_073150Passendere Musik zum Titel „Albtraum“ kann man sich nicht vorstellen.

„Traumfänger“ haben sie ihr Musikprojekt genannt. „Einer kam ganz zufällig und wie selbstverständlich mit dem Titel raus. Den haben wir dann sofort genommen“, erzählt Doris Hesselmann. Jede Art von Traum taucht unter diesem Thema auf, Tagträume, Albträume,  Wunschträume, alles als die freiwillige oder unfreiwillige Flucht in ein anderes Leben. „Lange haben wir überlegt, wie wir dem Zuschauer auf der Bühne den Wechsel zwischen Realität und Traum vermittel können. Die Lösung ist `das Mädchen mit der Klarinette´, das die Menschen in die andere Welt führt, sozusagen die Brücke bildet zwischen diesen beiden Welten“, erklärt die Hesselmann. Wie das interessante Theaterstück endet wollte keiner verraten: „Kommen Sie und schauen Sie zu, dann erfahren Sie es.“

Lisa und Maike sind stolz auf ihre bisherige Arbeit: „Jeder konnte sich mit seinen eigenen Träumen in dieses Thema einbringen. Die Lieder haben wir alle selbst gemacht, sowohl die Texte als auch die Kompositionen und auch die Bewegungen, die Choreografie dazu“ Die 82 Jugendlichen bekommen von Doris Hesselmann immer wieder Hinweise zu ihrer Tanzperformance über Mikrofon, das erinnert an professionelle Musical- oder Theaterproben und so verhalten sich die Schüler auch. „Einige Mädchen haben sich die Choreographie ausgedacht, dann hier dann vorgetanzt und uns angeleitet. Das war am Anfang etwas peinlich“, verrät Christian „aber jetzt ist das normal. Übrigens habe ich mit Träumen nicht so viel zu tun“, meint er „das ist wohl mehr für ältere Leute.“ Da protestiert sein Mitschüler Steffen: „Ich finde nicht, dass das was mit dem alter zu tun hat, ich träume gerne.“ Schauspielerei zum Beruf zu machen, kann sich Christian noch nicht vorstellen, aber das ändert sich vielleicht nach der Premiere im September.

„Nice2Hear“ und Carmina burana von Orff zum SportSchloss – Jubiläum

Zwei Konzerte in einem erklangen im Schlosshof Velen vor über 800 Gästen. „Nice2Hear“ und der Musikverein Velen und viele andere Musiker präsentierten ein großartiges dreistündiges Sommerkonzert.

Carmina-Schloss-Velen(16)Von Claudia Peppenhorst

Velen.  Zum 25-jährigen Jubiläum des SportSchlosses Velen war am Sonntagabend der Schlosshof bis auf den letzen Platz besetzt. Über 800 Besucher warteten in strahlendem Sonnenschein auf die beiden musikalischen Highlights des Jubiläumskonzertes.Carmina-Schloss-Velen(47)

Nach einer kurzen Begrüßung und Ansprache durch Jacob Graf von Lansberg-Velen, der sich stellvertretend für alle Gäste an seine Großmutter wandte, begann das Konzert mit „Gospels and more“. Der Chor „Nice2Hear“ unter Leitung von Udo Hotten und Band präsentierten Gospelmusik, Rockballaden und Pop, beachtenswert Solistin Viola Wilger. Mitreißend und perfekt animierten sie das Publikum zum Mitsingen selbst bei den geistlichen Songs. Höhepunkte waren unter anderem der aus dem Film Titanic bekannte Titel „Nearer, my God, to Thee“. Sommerfeeling entstand nicht nur durch die hoch über dem Schloss stehende strahlende Sonne und die hohe Temperatur im Schlosshof – viele Besucher hatten vorsichtshalber Sonnenschirme mitgebracht – sondern auch bei dem Oldietitel „Barbara-Ann“ der Beach Boys oder dem Gospel „Oh, happy day“. Mit Michael Jacksons „We are the world“ endete dieser Teil des Konzerts. In der einstündigen Pause wurden die Gäste im Schlossrestaurant und an den Ständen vor der Orangerie mit Getränken und Köstlichkeiten aus der Schlossküche versorgt.

Carmina-Schloss-Velen(108)Vor der Aufführung von „Carmina burana“ von Carl Orff hatten sich Musikkenner sicher gefragt: „Wie soll das funktionieren? Wie wird das klingen?“ Ein Musikstück, das für ein großes Orchester mit vielen Streichern komponiert wurde von einer „Blaskapelle“, nämlich dem Musikverein Velen spielen zu lassen. Was wenige wissen, das populäre klassische Musikstück gibt es in verschiedenen vom Komponisten autorisierten Versionen. Außerdem ist es nicht richtig, die hervorragenden Musiker des Musikvereins Velen als „Blaskapelle“ abzustempeln. Sie sind ein sinfonisches Blasorchester und haben bei der Aufführung ihr großartiges Können unter Beweis gestellt, ihre Interpretation kam nah an das Originalwerk. Das verdanken sie sicher auch ihrem Orchesterleiter Markus Wellermann, der eine tolle Arbeit geleistet hat und in diesem Konzert mitten unter seinen Musikern die Solotrompete spielte. Äußerstes Lob gebührt auch dem Konzertchor des Städtischen Musikvereins Coesfeld für seine präzise Gesangsdarbietung; desweiteren den beiden Pianistinnen Veronika Maksimovas und Elena Lebedeva, die aus Platzgründen neben der Bühne spielen mussten. Der Jugendchor St. Martinus unter Kantor Heiner Block integrierte sich bestens und fehlerfrei in die Musikdarbietung. Herausragende Gesangssolisten bildeten das Tüpfelchen auf dem i, Daniela Stampa (Sopran) sang einige Partien so herrlich opernhaft, dass man das Gefühl hatte man befände  sich nicht im Schlosshof Velen sondern in der Arena di Verona. Nicht weniger großartig ihre männlichen Kollegen: Tenor Bernd Könnes, der witzig den jammernden gebratenen Schwan gab. Mit weit tragender Stimme, der Bariton Juan Fernando Gutierrez, der für den erkrankten Kollegen eingesprungen war.

Stehende Ovationen eines Publikums, das dem Konzert ohne Szenenapplaus bis zum letzten Ton gespannt zugehört hatte, erleichterten die Musiker. Für diese dieses ausgiebige akustische Lob bedankten sie sich mit zwei Zugaben und entließen die Besucher mit dem Ohrwurm „O Fortuna“ in die Sommernacht.

Medaillenregen für TV Schwimmbad Lembeck

Lembeck (pd).  Am 09.06. lud die SG Gelsenkirchen 04 zum 14. Wasserratten-Vergleichskampf in das Zentralbad an der Overwegstrasse ein. Insgesamt nahmen 19 Vereine mit ihrem Nachwuchs der Jahrgänge

2005-1999 teil, und erlebten einen sehr gut organisierten Wettkampf in einem tollen Wettkampfschwimmbad.

Foto: Frank Bena

Foto: Frank Bena

Die zahlreichen Zuschauer auf der Tribüne konnten sich den ganzen Tag über gelungenes Catering, nettes Ambiente und nicht zuletzt über ganz großen Sport erfreuen.

Die Mannschaft des TV Schwimmbad Lembeck trat mit 20 Startern in 31 Wettkämpfen an und zeigte eindrucksvoll ihr Können. 15 Medaillen errang die Lembecker, zwei mal Bronze, sieben mal Silber und sechs mal Gold durften die jungen Schwimmer am Ende eines langen Wettkampftages ihr Eigen nennen.

Bronze holten Ann-Kathrin Balke (1999, 50m Freistil) und Leon Winkelmann (2000,50m Freistil), Silber ging an Nils Bena (2000, 50m Freistil, 100m Brust), Jan-Lukas Hummel (2001, 50m Schmetterling, 100m Lagen) und an Franca Penz ( 2003, 50m Freistil, 50mRücken), und die Goldmedaillen holten sich Leon Winkelmann (2000, 100m Lagen, 50mBrust und 100m Freistil), Vincent Bena (2000, 50m Freistil und 100m Brust), Cedric Vadder (2000, 50m Brust) und schließlich Felix Brömmelhaus ( 2004, 50m Freistil), der sich mit seiner Zeit pfeilschnell in die TOP 100 seines Jahrgangs schwamm.

Die Trainer Susanne und Carlo Neuhaus aus Erle, die selbst auf eine überaus erfolgreiche Schwimmerlaufbahnen zurück blicken waren zu Recht stolz auf ihr Team.

 

 

Foto: Frank Bena