Für Mirja Boes und das Velener Publikum ist das Leben „kein Ponnyschlecken“

Galerie-Mirja-Boes-Velen0063Sie war noch nicht ganz auf die Bühne in Velen gehüpft und schon konnten sich viele der rund 700 Zuschauer vor Lachen und Begeisterung kaum halten. Mirja Boes und ihre Band „Honkey Donkey“ bescherte dem Publikum in der Thesingbachhalle am Freitagabend ein dreistündiges Comedyprogramm, das die Lachmuskeln aufs äußerste strapazierte.

Nach einem kleinen Smaltalk mit den Besuchern, in dem sich die Vollblutkomikerin über die kleinen Amositäten zwischen Velen und Ramsdorf aufklären ließ, stellte sie kurz ihre „Jungs“ von der Band vor. Die sechs Musiker liefen einmal über die Bühne und waren dann erst einmal entlassen. Wer braucht schon Männer? Mirja braucht sie, um über sie zu lästern, oder damit sie mit ihr musizieren, denn die Comedian kann auch singen, wie sie am Abend mehrfach unter Beweis stellte. Und sie braucht die Männer auch um mit ihnen zu spielen. Schnell sind zwei Opfer gefunden, Matthias und Sebastian, beides Handwerker, sollen auf der Bühne ein Regal zusammenschrauben, dafür haben sie einen Song lang Zeit. Natürlich scheitern beide, bekommen aber ihr verdientes Sieger- und Gewinnerbier.

Männer sind Jäger und Sucher erklärt Boes, das erklärt sie an der typischen Männerfrage: „Wo ist denn?“ Als Mutter, Ehefrau, Freundin bezieht sie ihre Themen aus dem alltäglichen Leben. Den angeberischen Eltern, die über ihre Babys erzählen „Unserer hat schon 32 Zähne“ wünscht sie nur „Viel Spaß beim Stillen!“.

Zur Mitsingen für einige Frauen stimmt sie ihr Lied „Wenn du weg bist“ an „dann ist es wieder Schokolade, dann ess` ich wieder Schokolade“. Ihre kleinen bissigen Songs entwickelt sie locker aus ihrer Moderation und lässt sich kurz von den sechs Musiker begleiten, danach dürfen die dann in ihre Spielecke zurück.

„Wenn ich alleine mit denen unterwegs bin … ooh“, darf sie nicht über Krankheiten reden, denn von Männerseite kommt da immer eine Steigerung. So bekommt sie kräftiges Bedauern aus dem Publikum, als sie von ihrem Bandscheibenvorfall erzählt und der Liegeposition bei der OP. Sie schmeißt sich auf den Bühnenboden und meint: „In dieser Position sollten sich Männer uns annähern, wenn sie Scheiße gebaut haben.“ Da bleibt im Saal kein Auge trocken vor Lachen.

Mirja Boes ist ein Wirbelwind und ein Ausbund an Fröhlichkeit. „Als Kind war ich ruhig und angepasst“, meint die Lehrerstochter. Gut dass sie das abgelegt hat. Standig Ovations des begeisterten Publikums belohnten für einen gelungenen Abend.

 

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