Fetziger Blues in Erler Kultkneipe

Blues(1)Erle. Einen Hauch „USA“ verspürte man am Samstagabend beim Auftritt der Blues Breakers auf der Kleinkunstbühne Erle.

Die fünf Musiker der Band aus Lobith dem „Mississippi-Delta“ des Rheins waren schon mit den entsprechenden „Schlitten“ angereist. Zum Musikstil passte auch die Kleidung, schwarze Jeans, schwarzes Hemd, Westernhut und Cowboystiefel. Dik Korving (Gitarre/Gesang), Reinhard Sämisch (Blueharmonika), Hans Deegens (Drums), Rino Geerdinck (Bass und Gesang), und Francesco Frentrop (Keyboards/Vocals) begeisterten das Publikum mit Titeln wie „Messin`with the Kid“, „Boom, Boom, out go the Lights“, „Lay down Sally“, „Sweet Home Chicago“ oder der Ode an die Thekenkräfte bei Brömmel-Wilms  „Hey Bartender“. Nach der Pause gerieten Musiker und Publikum so richtig in Schwung, da gab es nicht nur Applaus und Begeisterungspfiffe, da tanzte auch der Eine oder die Andere zur mitreißenden Musik. Bei „Rock me Baby“ griff Korving zum für Bluesmusik unvermeidlichen Bottleneck und spielte Slide-Gitarre, auch bei den perfekt performten Titel „Mercury Blues“ und „Change“.

Häufig im Vordergrund stand der Mann mit der Bluesharmonika, egal ob als Lead-Instrument oder für kurze Improvisationen eingesetzt, immer wieder wunderten sich die Zuhörer, wie man mit einem davorgehaltenen Mikrofon so kraftvolle, fetzige Töne damit spielen kann. „Der hat natürlich von uns am wenigsten zu tragen“, lästern die Mitspieler über Sämisch, den einzigen Deutschen in der niederländischen Band.

„Hardest Road“, ein Blues für den Tontechniker Pete und „She caught the Katy“ kommen super beim Publikum an, genauso wie auch alle anderen Titel. Nach einer zweiten Pause folgten im dritten Teil bekannte Stücke wie „Mustang Sally“ oder „Riverside Blues“ und als Zugabe „Hoochie Coochie Man“. Rund drei Stunden Musik brachten nicht nur die Männer auf der Bühne in Schwitzen.

Die letzte Veranstaltung dieser Saison war nicht ganz so gut besucht wie die vorherigen, bei denen der Saal manchmal zu platzen drohte. Darauf angesprochen, ob unter 100 Zuhörer nicht zu wenig für die Band sind meinte der Mann mit der Mundharmonika: „Das ist doch hier in Ordnung, eine schöne Atmosphäre. Hauptsache, die Leute haben Spaß an unserer Musik“,

Vier CDs hat die Band bereits aufgelegt und gewann in den USA bei einem bedeutenden Bluesevent sogar einen ersten Preis. Das waren also keine Anfänger, die im Borkener Raum die Musikszene bereicherten.

 

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