Mobbing-Projekt in der EvT-Realschule

Mobbing08Reken. Wenn es um Mobbing geht, geht es auch immer um ein Machtgefälle vom Täter zum Opfer hin.

„Das Mobbing-Projekt der 8er Klassen soll Bewusstsein schaffen“, wünscht sich Silke Schedorn, Konrektorin der Elisabeth-von-Thüringen Realschule in Banhof Reken.Mobbing im Internet ist ein riesengroßes Thema. Davon haben auch die Schülerinnen und Schüler einiges mitbekommen, sei es durch Zeitungartikel oder im Fernsehen. Auf „sozialen Seiten“ ist es besonders leicht Mitschüler oder sogar Lehrer zu mobben, es läuft dort anonym ab und es ist leichter, jemanden schriftlich zu bedrohen als ihm das ins Gesicht zu sagen.

In dem Mobbing-Projekt sollen alle Achtklässler einen ersten Einblick in dieses Problem bekommen. Aus den auf dem Boden verstreuten Bildern hat sich jeder eins ausgesucht und in den Stuhlkreis gesetzt. Nicht jedes Bild ist eine erste Wahl: „Das lag halt vor mir.“  Nicht jeder kann das gewählte Bild dem Thema Mobbing zuordnen, dennoch kommen in dieser Vorstellungrunde schon einige Grundbegriffe zum Vorschein. Die Moderation hat die Schulsozialarbeiterin Kerstin Bühning übernommen. Sie fragt nach ohne zu drängen. Till fällt es relativ leicht sein Bild zu interpretieren: „Ein Fisch aus roten und blauen Symbolen, der ein Männchen frisst.“ Damit sind die drei Handelnden gemeint, die Täter, die Mitläufer und das Opfer.

Wenig Zeit bietet die Doppelstunde für solch ein komplexes Thema. Aber für den Einstieg in das Projekt reicht es. „Wir wollen die Schüler erst einmal für dieses Thema sensibilisieren und ihnen Möglichkeiten zeigen, wie man Mobbing verhindern kann oder sich dagegen zur Wehr setzt“, so Silke Schledorn, deshalb sind die Klassenlehrer erst einmal ausgeschlossen, damit sich die Schülerinnen und Schüler frei äußern können.

Im zweiten Teil des Projekts ordnen die Mädchen und Jungen verschiedene Begriffe den Stichwörtern `Streit´ und `Mobbing´ zu. So erfahren sie beispielsweise, dass `Wut´ zum Streiten gehört, weil es ein kurzfristiger Gefühlsausbruch ist, `erniedrigen´ dagegen typischer Weise ein Bestandteil des Mobbens ist. Die Schüler haben ein gutes Gespür, welcher Begriff wo zuzuordnen ist.

Mit dem Film „Du bist schlimm“ des Medienprojektes Wuppertal und der anschließenden Analyse endet die Doppelstunde. In dem Streifen über Mobbing äußern sich Opfer, Täter und Mitläufer konkret zu einem Fall. Die Klasse in drei Gruppen geteilt soll sich auf jeweils einen der Handelnden konzentrieren. Nach der Auswertung wissen die Schüler, dass es bei Mobbingfällen immer einen gibt, der das Ganze ins Rollen gebracht hat, die Mitläufer sich überwiegend gar nicht bewusst sind, dass sie den Mobbenden unterstützt haben, und dass das Opfer aus Angst und Scham hilflos den anderen ausgesetzt ist. Wie wichtig es für das Opfer ist, sich rechtzeitig Hilfe zu suchen, um nicht in dem Strudel des Mobbings zu versinken oder sogar Flucht im Selbstmord zu suchen, ist den Achtklässlern nach diesem Projekt bewusst geworden. Ebenfalls wie sie Mobbing in der Klasse frühzeitig erkennen können, und dass sie Möglichkeiten haben, dem entgegen zu steuern.

 

 

Neues Grün für den Garten von der Pflanzenbörse

Pflanzenbörse02Heiden. Zum Frühjahr werden auf vielen kleinen, unscheinbaren Märkten wahre Schätze angeboten. Die Sprache ist von Pflanzen für den Garten. So fand im April hinter dem Pfarrheim St. Josef in Heiden die alljährliche Pflanzentauschböres statt. Hier kann man seine Ableger aus Garten und Gewächshaus mit anderen Gartenfreunden tauschen. Wer nicht vorher buddeln will, kann auch die Knollen, Zwiebeln, Stauden und was sonst noch angeboten wird gegen eine Spende käuflich erwerben. Das besondere dieser Pflanzenbörsen, Standort- und Pflegetipps gibt es gratis dazu. Gerne wird aus dem kleinen Verkaufsgespräch eine Fachsimpelei und außerdem lernt man noch nette Leute kennen.

Ramsdorf. Auch hier gab es Ende April eine Staudenbörse. Ramsdorfer, Velener und sogar eine Anbieterin aus Münster verkauften am Raiffeisenmarkt im Gewerbegebiet ihre teils sehr ausgefallenen Staudenpflanzen, Beratung inclusive. Die Staude des Jahres 2014 „Die Elfenblume“ war allerding so begehrt, dass die wenigen Pflänzchen schon sehr schnell nach der Eröffnung ihren neuen Besitzer gefunden hatte.

Wer im kommenden Jahr seinen Garten etwas mit neuen Pflanzen aufhübschen möchte und seinen Geldbeutel schonen möchte, braucht also nicht unbedingt in die Supermärkte zu fahren. Es reicht die lokale Presse aufmerksam zu verfolgen und die eine oder andere Pflanzenbörse zu besuchen. Die Qualität der Pflanzen und die niedrigen Preise sind einfach unschlagbar.