Dr. Charlotte Knobloch fordert Verbot der NPD

Knobloch67Die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern Dr. h.c. Charlotte Knobloch beeindruckte nachhaltig die Besucher der Gedenkveranstaltung im Stadtmuseum Borken am Sonntagabend.

Für diesen Besuch hatte die 81-jährige die weite Reise von München nach Borken angetreten, um ihren zirka 20-minütigen Gastvortrag zu halten. Angereist per Flugzeug bis Düsseldorf und von dort mit einer gepanzerten Limousine begleitet von Sicherheitskräften, trug sich die Prominente in das Gästebuch der SPD und das Goldene Buch der Stadt Borken ein. Âuf ein Honorar hatte sie verzichtet, der Eintitt zur Veranstaltung war frei.

Dem Ortsvorsitzendem der SPD Borken Peter Müller-Deckenhoff war es gelungen den prominenten Gast zu einem Vortrag mit dem Titel „Die Erinnerung ist unkündbar – Zukunft braucht Vergangenheit“ einzuladen. Zwar sollte die Veranstaltung „Gegen das Vergessen“ bereits am 9. November, dem Jahrestag der Pogromnacht stattfinden, wurde aber aus Termingründen mit dem Gast verschoben.Knobloch57

Musikalisch passend eingerahmt wurde das Programm mit einem hebräischen Wiegenlied und „Remembrance“ aus dem Film Schindlers Liste von Nachiko Ueno (Violine) und Elene Lebedeva (Klavier).

Knobloch63In seiner Begrüßung wies Bürgermeister Rolf Lührmann auf die Wichtigkeit einer Erinnerungskultur hin und lobte ausdrücklich die Veranstalter. „Pogrom ist Russisch und bedeutet so viel wie Verwüstung“, erklärte er den Zuhörern und erinnerte an die Welle antisemitischer Gewalt in Deutschland. „Es waren keine blutrünstigen Kosakenhorden die durch deutsche Städte tobten, sondern Deutsche.

Charlotte Knobloch beleuchtet in ihrem Vortrag verschiedene Aspekte, Rückblick auf die Geschichte der Shoah, die gegenwärtige Situation und die Zukunft gegen das Vergessen anzukämpfen. „Nach der Befreiung der Vernichtungslager waren die Menschen ausdrücklich und nachhaltig überzeugt, dass Krieg, Rassismus, Hass und Antisemitismus für immer aus der Welt verbannt werden müssen. Wir wissen, dass das nicht der Fall ist. Daher ist es so wichtig, dass sich geschichts- und verantwortungsbewusste Menschen zur Aufgabe machen, die lokale Erforschung der NS-Geschichte aufzuarbeiten.“ Sensibilisierung für Wert und Bedeutsamkeit aus der Vergangenheit zu lernen liegt der Rednerin am Herzen: „Die Erinnerung darf nicht enden, sie muss auch künftige Generationen zur Wachsamkeit ermahnen.“ Irgendwann sind die Zeitzeugen alle verstorben, dann kann keiner mehr direkt berichten, wie es damals war, das ist ein zentrales Problem. Besonders die Kindern und Jugendlichen müssten über diesen Teil der Geschichte aufgeklärt werden ohne Scham und Schuldzuweisung, damit sie nicht den Falschen nachlaufen: „Lassen sie uns Vorbilder sein.“ Nicht wegschauen, weghören oder abwiegeln, sondern Zivilcourage fordert Knobloch. „Diejenigen, die sich nicht an die Vergangenheit erinnern sind dazu verurteilt, sie zu wiederholen“. Lauten Beifall erhielt sie während ihres Vortrags für ihre Forderung des Verbots der NPD: “ Die darf nicht mit Steuergeldern subventioniert werden.“

Peter Müller-Deckenhoff bat die Zuhörer abschießend: „Geben sie das hier erfahrene weiter.“

Charlotte Knobloch (geborene Neuland; * 29. Oktober 1932 in München) ist seit 1985 Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern. Von 2005 bis 2013 war sie Vizepräsidentin des Jüdischen Weltkongresses (WJC). Von 2003 bis 2010 war sie Vizepräsidentin des Europäischen Jüdischen Kongresses (EJC). Vom 7. Juni 2006 bis zum 28. November 2010 war sie Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland. Vorher war sie seit 1997 dessen Vizepräsidentin. Charlotte Knobloch ist Schirmherrin des Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerks für jüdische Begabtenförderung. (Quelle: Wikipedia)

Ein Krokodil besuchte das Haus St. Josef

Großes „Ah“ und „Oh“ hörte man aus allen Ecken des Begegnungsraumes im Haus St. Josef. Gelernt hatten die Bewohner, dass man Stachelschweine nur von vorn nach hinten streicheln darf. Aber die Würgeschlangen wollten nicht alle Senioren anfassen, dafür begeisterten sie die zwei Kapuzineräffchen und „der Boss“ Jacky, ein Schweinsaffe.

Heiden. (csp) „Tränkler‘s rollender Zoo“ war am Freitagnachmittag mit Affen, Schlangen, Frettchen, Stinktieren, dem Stachelschwein Hansi, zwei Schildkröten, einem Brillenkaiman und drei Würgeschlangen zu Besuch im Haus St. Josef. Das war eine Sensation für die Bewohner und Betreuer. Rund 50 Personen waren zu der Vorführung zusammengekommen. Immer wieder war ein „Oh“ und „Ah“, ein „Schau‘ mal“ oder „Das gibt’s doch nicht“ zu hören, Ausdrücke absoluten Erstaunens und der Freude.

Welche therapeutische Wirkung das hatte, zeigte sich an den Gesichtsausdrücken der Zuschauer. Fast alle Tier durften auch angefasst, gefüttert und gestreichelt werden. Hier taute manche unbeweglich geglaubte Hand auf, manche vorsichtig, einige ängstlich und respektvoll vor den exotischen Tieren, andere mutig.Rollender-Zoo-(42)

Martin Tränkler erzählte zu jedem Tier interessantes über die Herkunft, Verhalten und Fressgewohnheiten. Bei der Vorstellung der vier Meter langen Würgeschlange scherzte er: „ Sie brauchen vor ihr keine Angst zu haben, sie hat gut gefrühstückt, wir waren heute Morgen schon in einem Kindergarten.“ Dabei deutete er auf die deutlich sichtbare Beule im Bauchbereich.

Frau de Jong meinte nach der Stunde mit den ausgefallenen, exotischen Tieren, die sie noch nie so nah zu Gesicht bekommen hatte: „Das war toll, das können wir gerne wiederholen.“ Und die Pflegedienstleitung Irmhild Scheffner war sich sicher: „Das war ein großer Erfolg. Da haben die Bewohner jetzt noch sehr viel Gesprächsstoff.“ Die Erlebnisse mit den eigenen Tieren wurden sofort nach der Vorstellung noch im Gemeinschaftsraum ausgetauscht, da erzählte man sich von seinen Hunden und Katzen, die man gehabt hatte, von der Schlange, auf die man in der Jugend fast getreten wäre, von Ängsten vor gewissen Tieren und natürlich von angenehmen Erinnerungen. Dieses große Erlebnis zu wiederholen war die allgemeine Bitte aller Bewohner.
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30. Weihnachtsmarkt in Weeze

Wo liegt Weeze?

Am Niederrhein, zwischen Goch und Kevelaer!                                    Viele glauben, Weeze sei ein Vorort von Düsseldorf, weil der Flughafen in Weeze von „Ryanair“ als Flughafen-Düsseldorf (Weeze) beworben wurde (Entfernung D’dorf-Weeze cirka 90 km). Die Weezer selber bezeichnen sich manchmal ironisch als Vorort von Amsterdam und wollen damit nicht zuletzt ihre Verbundenheit mit den Niederlanden zum Ausdruck bringen.

Na ja, wenn die in ihrem Dialekt loslegen, kann man das schon für Niederländisch halten.

Der Flugplatz „gehörte“ früher den „Tommys“, also den Engländern, der RAF ab 1953. Als die aus Deutschland abgezogen waren, lagen Flugplatz und Gebäude erst einmal brach, und man suchte nach Verwendungszwecken. Am 1. Juni 1999 wurde die Landebahn gesperrt. Entgegen den Planungen kam der Flugbetrieb für fast vier Jahre zum Erliegen. Heute ist der Flughafen einer der wichtigen in Deutschland für „Billigflieger“. Weeze hat wahrscheinlich einen kleinen Konjunkturaufschwung genossen. Die englischen Soldaten, die vor Jahren noch in Weeze wohnten hinterließen nicht nur das Flugplatzgelände. Die Offizierswohnungen waren außerhalb dieses Areals, nahe der Ortsmitte. So gibt es heute noch zwei seltene Straßennamen in Weeze, die „London Street“ und den „York Way“. Wer eine ausgefallene Adresse sucht, da gibt es sie. Oder kennen Sie andere Städte in Deutschland mit exotischen Straßennamen?

In diesem Weeze gab es am 1.12.2012 den 30. Weihnachtsmarkt. Ein kleiner „Zoo“ in der Mitte der Fußgängerzone interessierte besonders die Kleinen, die Großen konnten sich an der zahlreichen Ständen sattsehen und sattessen, denn wie üblich wurde nicht mit Ständen gespart, die für das leibliche Wohl sorgen. Hier ein paar Impressionen:

 

 

Erste Modellbaumesse in Velen

Modellbaumesse begeistert Jung und Alt

Die erste Modellbaumesse in Velen startet mit großem Erfolg. Zufrieden waren nicht nur die Organisatoren und Aussteller, auch das zahlreiche Publikum war begeistert.

Velen. (csp) Über 700 Besucher strömten am Samstag und Sonntag in die Thesingbachhalle in Velen um sich die Miniaturwelten anzuschauen. Großen und kleinen Besucher wurde vieles geboten. Nicht nur Eisenbahnen, Autos und Flugzeuge waren zu bewundern, hier konnte man auch eine Fernbedienung in die Hand nehmen und mit einem Trecker im Format 1:18 die Heuballen aufladen oder einen „Acker“ pflügen. Wer nicht selber aktiv war, wurde von aufmerksamen und staunenden Augen beobachtet.

Aber auch winzige Modelle gab es zu bewundern, Autos von denen man zwei auf einem Daumennagel parken konnte. Ein Aussteller hatte sich auf Beleuchtungen seiner Kleinstmodelle mit 1 Millimeter großen LED spezialisiert, hunderte davon an Kirmesattraktionen verlötet und Computergesteuert, so dass der Autoskooter  wie echt blinkte.

Hans Werner Grebenstein aus Borken zeigte voller Begeisterung seine ausgefallenen Papiermodelle. Das älteste war aus einem Bastelbogen von 1880, viel technische Modelle hatte er aber selber entwickelt. „In den 60er Jahren musste man Bücher zu Rate ziehen, heute ist die Hauptinformationsquelle das Internet mit seinen Texten und Bildern“, so der ehemalige Mathematiklehrer. Die Begeisterung für diesen Stand hielt sich jedoch in Grenzen. Das Material ist zu fragil und vergänglich, damit spielen kann man nicht ordentlich, und es nur anzuschauen ist in unserer schnelllebigen und aktionreichen Zeit vielen einfach zu wenig, insbesondere Kindern und Jugendlichen.

Von der positiven Resonanz und den viele Besuchern waren die Organisatoren Elke Thiehoff und Michael Kleiner begeistert. „Wir sind schon auf die nächste Modellbaumesse angesprochen worden.“