Ein Krokodil besuchte das Haus St. Josef

Großes „Ah“ und „Oh“ hörte man aus allen Ecken des Begegnungsraumes im Haus St. Josef. Gelernt hatten die Bewohner, dass man Stachelschweine nur von vorn nach hinten streicheln darf. Aber die Würgeschlangen wollten nicht alle Senioren anfassen, dafür begeisterten sie die zwei Kapuzineräffchen und „der Boss“ Jacky, ein Schweinsaffe.

Heiden. (csp) „Tränkler‘s rollender Zoo“ war am Freitagnachmittag mit Affen, Schlangen, Frettchen, Stinktieren, dem Stachelschwein Hansi, zwei Schildkröten, einem Brillenkaiman und drei Würgeschlangen zu Besuch im Haus St. Josef. Das war eine Sensation für die Bewohner und Betreuer. Rund 50 Personen waren zu der Vorführung zusammengekommen. Immer wieder war ein „Oh“ und „Ah“, ein „Schau‘ mal“ oder „Das gibt’s doch nicht“ zu hören, Ausdrücke absoluten Erstaunens und der Freude.

Welche therapeutische Wirkung das hatte, zeigte sich an den Gesichtsausdrücken der Zuschauer. Fast alle Tier durften auch angefasst, gefüttert und gestreichelt werden. Hier taute manche unbeweglich geglaubte Hand auf, manche vorsichtig, einige ängstlich und respektvoll vor den exotischen Tieren, andere mutig.Rollender-Zoo-(42)

Martin Tränkler erzählte zu jedem Tier interessantes über die Herkunft, Verhalten und Fressgewohnheiten. Bei der Vorstellung der vier Meter langen Würgeschlange scherzte er: „ Sie brauchen vor ihr keine Angst zu haben, sie hat gut gefrühstückt, wir waren heute Morgen schon in einem Kindergarten.“ Dabei deutete er auf die deutlich sichtbare Beule im Bauchbereich.

Frau de Jong meinte nach der Stunde mit den ausgefallenen, exotischen Tieren, die sie noch nie so nah zu Gesicht bekommen hatte: „Das war toll, das können wir gerne wiederholen.“ Und die Pflegedienstleitung Irmhild Scheffner war sich sicher: „Das war ein großer Erfolg. Da haben die Bewohner jetzt noch sehr viel Gesprächsstoff.“ Die Erlebnisse mit den eigenen Tieren wurden sofort nach der Vorstellung noch im Gemeinschaftsraum ausgetauscht, da erzählte man sich von seinen Hunden und Katzen, die man gehabt hatte, von der Schlange, auf die man in der Jugend fast getreten wäre, von Ängsten vor gewissen Tieren und natürlich von angenehmen Erinnerungen. Dieses große Erlebnis zu wiederholen war die allgemeine Bitte aller Bewohner.
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Die selbstbestimmte Kuh

Roboter melkt Kühe in Heiden

Trotz vieler Weihnachtsmärkte besuchten viele Interessierte den Hof Berger, als hier am Samstag und Sonntag von 9 bis 17 Uhr die Stalltore geöffnet wurden. Am „Tag des offenen Bauerhofs“ gab es nicht nur Kühe zu bewundern.

Heiden. (csp) Mancher Besucher, der sich nur eben seinen Weihnachtsbaum besorgen wollte, staunte nicht schlecht über den großen Trubel auf dem Hof Berger an der Rekener Straße. Da gab es noch einen Imbisswagen und Getränke, Kinder mit Waffeln in der Hand schauten zu, wie sich die Kühe selbstbestimmt melken ließen.

Ja, tatsächlich können die Kühe auf dem Hof Berger selber bestimmen, wann sie gemolken werden wollen. Möglich macht das modernste Technik der niederländischen Firma Lely. Die Tiere bewegen sich in der Halle frei herum, können liegen wo sie wollen oder herumspazieren und wenn die Kuh das Bedürfnis verspürt, der Euter ist voll genug, tritt sie an einen Melkroboter. Gedrängel gibt es nicht, dafür sorgen Sperrgitter. Der Roboter schwenkt unter die Kuh, reinigt mit desinfizierten Bürsten die Streifen und führt die Melkdüsen per Lasermessung und Unterdruck an die richtige Stelle. Die Milch jeder Zitze wird sofort überprüft und gemessen bevor sie in einem riesigen Kühltank landet, gleichzeitig hat der Computer registriert welche Kuh gemolken wurde und ihr Gewicht festgestellt.

„Für uns ist das eine Investition in die Zukunft“ meinte Markus Berger auf die Frage, warum er diese Technik verwendet. „Jetzt haben wir 175 Kühe, wir wollen allmählich auf 250 aufstocken, einen modernen Hof führen. Früher haben wir pro Tag drei Stunden für das Melken von 100 Kühen benötigt, das nimmt uns der Roboter jetzt ab.“ Nicht nur Ehepaar Berger hat dadurch eine höhere Lebensqualität Die Kühe ebenfalls und sie und die Milch werden besser kontrolliert. Ein Gewinn für alle.

Ein Weihnachtsstern für Oma Klein

Die Kinder der Paulus KITA sangen Weihnachtslieder und überreichen selbst gebastelte Weihnachtssterne.

Heiden. (csp) Große Vorfreude herrschte bei den Bewohnern des Hauses St. Josef auf den Besuch der 25 drei bis sechsjährigen Kinder des Paulus-KITA am Dienstagmorgen. Die Kleinen überraschten mit vielen einstudierten Weihnachtsliedern ( Im Advent, Dicke rote Kerze, Kling Glöckchen, Lasst uns froh und munter sein, Wir tragen dein Licht und Trag in die Welt nun ein Licht) und der weihnachtlichen Klanggeschichte von Oma Klein, die „die kleine Oma“ genannt wurde und dem Wunderstern.Hier spielten die Kleinen Ole, Simon, Hendrik, Melina und Mia zur vorgelesenen Geschichte mit Schlaginstrumenten die Geräusche in der Geschichte. Groß und Klein lauschten gespannt. Alle Leistungen der Kinder wurden mit freundlichem Applaus der Erwachsenen honoriert.

Bärbel Temminghoff von der KITA begleitete die Kinder auf der Gitarre. Am meisten Spaß hatten alle bei ihrem Lieblingsweihnachtsschlager. Schon die Ankündigung entlockte manchem kleinen Wicht ein „Oh, ja!“ und dann ging es los mit „In der Weihnachtsbäckerei“.

Selbst gebastelte Wundersterne wurden den Heimbewohnern geschenkt, damit sie eine kleine vorweihnachtliche Freude haben und die Sterne als Schmuck in ihr Zimmer hängen können. Die Bewohner und Bewohnerinnen bedankten sich mit herzlichen Umarmungen und sogar einem Küsschen. Die Stunde mit dem angenehmen Kindergewusel ging allen viel zu schnell vorbei.