Leon Sachs – Falsche Haut

Leonleon-sachs-falsche-haut Sachs  – Falsche Haut

Thriller, Paperback, 336 Seiten

Emons Verlag Köln 2015

Euro 14,95

Das Erstlingswerk von Leon Sachs ist ein spannender Thriller, der mit einer interessanten Verschwörungstheorie aufwartet, die durchaus an Dan Brown heranreicht. Mit „Falsche Haut“ liegt ein Roman auf dem Tisch, der nicht nur vor Spannung knistert, sondern auch viel über Frankreich, wo die Geschichte in der Jetztzeit spielt, erzählt. „Das Buch ist ein Thriller, kein Liebesroman“, erklärt Sachs in einer Lesung. „Von Liebe verstehe ich nichts aber von Krimis. Nicht falsch verstehen, nicht dass sie denken, ich verstehe was vom Morden. Ich bin Jude, und wir Juden verstehen uns auf Verschwörung“, sagt er Augenzwinkernd.

Alex Kauffmann, Professor für Geschichte an der Universität Fribourg, muss tief in die Vergangenheit Frankreichs zurückgehen, um herauszufinden, weshalb seine Freundin Natalie mit dem Tod bedroht wird. Dabei ist der Gegner keine Einzelperson sondern ein Geheimbund, der sich zur Zeit des Zweiten Weltkriegs in Frankreich gegründet hat. Bis heute existiert dieses äußerst mächtige Bündnis, das bereit ist über Leichen zu gehen. Was kann ein kleiner Geschichtsprofessor da machen? Während der Hetzjagd durch Frankreich geraten Alex und Natalie zudem in das Visier der Polizei. Und wem können sie vertrauen?

Durch die akribische Feinarbeit, mit der Sachs gut fünf Jahre die historischen Hintergründe seines Plots recherchiert hat, gelingt ihm eine durch und durch glaubwürdige Erzählung. Die düsteren Hintergründe steigern sich zur Beklemmung. Der Leser fragt sich, ob die Geschehnisse tatsächlich nur der Phantasie des Autors entsprungen sind oder ob eine derartige Unterwanderung eines modernen Staates tatsächlich möglich wären. Großartig erzählt, absolut lesenswert und sicher ein Stoff der verfilmt werden sollte.

 

 

 

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