Götz Alsmann bringt den „Broadway“ nach Borken

Galerie-Götz-Alsmann0082Götz Alsmann und Band haben „den mörderisch langen Weg von Münster nach Borken auf sich genommen“, um ihr Programm „Broadway“ am Samstagabend vor ausverkaufter Stadthalle ihrem Publikum zu präsentieren.

Altfrid M. Sicking (Vibraphon, Xylophon, Trompete),
Michael Ottomar Müller (Bass), Rudi Marhold (Schlagzeug) und
Markus Paßlick (Percussion), begleiteten Sänger und Pianisten Götz Alsmann bei den Klassikern aus dem American Songbook, unsterbliche Melodien von Cole Porter, George Gershwin, Jerome Kern, Rodgers & Hammerstein und vielen anderen.

Seit dem Beginn des Jazz-Zeitalters begeisterten sich die Menschen schon für diese Musik, so ist es nicht verwunderlich, dass die Broadway-Klassiker schon in den frühesten Tagen dieser Epoche in deutschsprachiger Fassungen erschienen.

Götz Alsmann greift diese Melodien und Texte auf, verpasst ihnen den typischen Alsmann-Sound und begeistert als der König der deutschen Jazzschlagers die Besucher von jung bis alt.

Meine kleinen Schwächen Orig. My Favourite Things, Traumvision Orig. My Funny Valentine, Tag für Tag Orig. Day By Day oder Mondnacht am Meer Orig. Blue Moon sind ein paar der Titel, die die Musiker in New York aufgenommen haben und an diesem Abend spielen. Das herrliche Musikprogramm wird immer wieder von Schnellsprecher Alsmann auf seine sehr witzige Art kommentiert. Er erzählt über die Entstehung des Albums und auch, wie sich die fünf Herren ihre rosa Sackos in Big Appel haben schneidern lassen: “ Bonbonfarbenen mit schwarzem Samtkragen, dazu eine schwarze Schleife, so gingen wir zum Hotel zurück und die Bauarbeiter haben uns nachgepfiffen und gefragt `ist denn schon Christopher Street Day?“ Dann paradiert die Band über die Bühne wie in einer Modenschau. Das bringt Götz dazu über seine musikalischen Wurzel zu plaudern. 1965, Modenschau des Otto-Versands in Münster, dort spielte Big Bobby Bingo Klavier. „Ich fragte ihn ob er wirklich Amerikaner ist“, erzählt Alsmann. Und der Mann antwortet im breitesten kölner Dialekt: „Ja, sischer dat!“ Bingo gibt dem jungen Alsmann den Rat: „Du willst also zum Broadway? Kann so 50 Jahre dauern. Lern Cole Porters Werke auswendig, dann wird dir eines Tages die große Ehre zuteil, ein Konzert im Vennehof in Borken zu spielen.“

Das Publikum ist begeistert, nicht nur wegen der kleinen Anspielungen auf Borken, dem Sprachwitz, sondern hauptsächlich wegen der großartigen Musik. Zugaben mit Band und als Solist mit Banjo runden das herrliche Programm ab.

 

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