Adventliches Konzert der Chöre Raesfeld und Erle

Konzert-StMartin82Bis auf den letzen Platz war die St. Martinkirche am Sonntagnachmittag mit Besuchern gefüllt und darüber hinaus fanden viele noch einen Stehplatz um dem großartigen Konzert der Chöre aus Raesfeld und Erle zu lauschen.

Unter dem Titel „Lichter der Hoffnung“ führten der Kirchenchor St. Martin unter Leitung von Ute Roß und der Kirchenchor St. Silvester unter Michael Borgmann gemeinsam mit Instrumentalisten der Musikhochschule Münster die festliche Kantate auf. In seiner Begrüßung knüpfte Pfarrer Michael Kenkel an die Worte des morgendlichen Gottesdienstes an: „`Bahnt dem Herrn einen Weg durch die Wüste´. So hieß es heute Morgen. Und so haben wir die Kommunionkinder und alle auf das Kommen des Herrn vorbereitet. Das sind auch die Worte, die sie im Finale der Kantate wiederfinden. Bitte betrachten sie das Konzert als eine Andacht und warten sie mit ihrem Applaus bis zum Schluss, der dann gerne etwas kräftiger ausfallen darf.“

Dazu hätte Michael Kenkel jedoch gar nicht auffordern brauchen, denn die Begeisterung brach sich am Ende des Konzertes mit stehenden Ovationen, Bravorufen und Pfiffen der Begeisterung Bahn.

Die von rund 100 Sängerinnen und Sängern, Solisten und knapp 20 Musikern präsentierte Kantate von Klaus Heizmann (Texte von J. Jourdan) beinhaltet Teile der Weihnachtsevangelien. „Das verheißungsvolle Warten“ und „Die Freude ist nah“ waren in 20 Stücke unterteilt, die nicht nur instrumental und gesanglich dargeboten wurden sondern auch von mehreren Sprechern inszeniert wurden. Dabei griff alles in hervorragenden Weise zusammen, ohne Brüche und sehr gut einstudiert von den beiden Chorleitern. Michael Borgmann und Ute Roß wechselten sich mit dem Dirigieren und der Begleitung am Flügel ab. Besonderes Lob verdienen neben den Solisten Andrea Wobbe-Krawczyk (Sopran), Barbara Picklum (Alt) und Hans Roß (Bariton) die Sängerinnen und Sänger beider Chöre für ihre hervorragende Leistung. Solistisch traten auch J.Roß (Horn), H. Niehaves, B. Brinker und M. Benkfort (Trompete) neben den Instrumentalisten der Musikhochschule Münster gekonnt hervor.

Auch wenn die Mehrzahl der Gesangsdarbietungen nicht so bekannt war, als „Tochter Zion“ gegen Schluss erklang, summten oder sangen einige Besuche leise mit, vielleicht um den wohligen Schauer, der einem über den Rücken lief etwas zu mildern. Tosender Beifall belohne alle Interpreten am Ende bis Kenkels Stimme aus den Lautsprechern bat: „Nehmen sie ruhig noch einmal Platz, es gibt ’ne kleine Zugabe.“ Aber auch danach wollten die rund 500 noch nicht so recht nach Hause und durften „Tochter Zion“ ein weiteres Mal genießen.

 

 

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